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Preisträgerinnen und Preisträger 2025

 

1. Preis: „Inside Cum-Ex“ von Sönke Iwersen „Kings of Scam“ (Bayerischer Rundfunk)

„Kings of Scam – Millionen mit Fake-SMS“ vom Bayerischen Rundfunk beleuchtet die Welt des organisierten Online-Betrugs auf ebenso eindrucksvolle wie innovative Weise. Die mehrteilige Dokumentation macht die Mechanismen moderner Betrugsnetzwerke verständlich und Volker Votsmeier  rückt zugleich die Betroffenen in den Mittelpunkt. Dabei gelingt es den Autorinnen und Autoren, die Opfer nicht als einfältige Geschädigte darzustellen, sondern als nahbare Persönlichkeiten mit Identifikationswert. Die langjährige handelnden Journalistinnen und Journalisten werden Teil der Erzählung, ohne dabei die notwendige journalistische Distanz zu verlieren. Mit Selbstironie, Transparenz und einer zeitgemäßen Erzählweise entwickelt die Recherche zum Cum-Ex-Komplex wird in dieser Beitragsreihe der Handelsblatt-Journalisten Sönke Iwersen und Volker Votsmeier um eine neue Dimension erweitert: den Rücktritt der Staatsanwältin Anne Brorhilker. Die Autoren zeigen, wie aus damit einen besonderen Zugang zu einem Steuerskandal ein Justizskandal wurde – Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Für die innovative und liefern investigative Aufarbeitung eines hochrelevanten Verbraucherthemas sowie die außergewöhnlich gelungene Perspektive auf die Betroffenen wird die „team.recherche“-Dokuserie „Kings of Scam“ mit exklusiven Erkenntnissen immer wieder neue Impulse für die öffentliche Debatte.dem 1. Preis des Helmut Schmidt Journalistenpreises 2026 ausgezeichnet.

2. Preis: „Wir wollen mehr – Arbeit ohne Barrieren“ von Mareike Müller (Freie Filmemacherin für hr / rbb)

Der Film „Wir wollen mehr – Arbeit ohne Barrieren“ der freien Filmemacherin Mareike Müller für Hessischer Rundfunk und Rundfunk Berlin-Brandenburg überzeugt als einfühlsame und bewegende Sozialreportage über die Lebensrealität von Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben. Die Autorin rückt Menschen und Initiativen in den Mittelpunkt, die sich für Inklusion und angemessene Bezahlung einsetzen. Mit großer Nähe zu den Hauptpersonen und einer sensiblen Erzählweise zeigt die Reportage, wie freie Berufswahl, echte Teilhabe und faire Bezahlung oft durch strukturelle Hürden verhindert werden. Für seine Authentizität, Empathie und gesellschaftliche Relevanz wird der Film von der Jury mit dem 2. Preis des Helmut Schmidt Journalistenpreises 2025 ausgezeichnet.

3. Preis: „Wie Amazon die Preise steigen lässt“ von Jörg Hommer (SWR)

Die Filmdoku „Wie Amazon die Preise steigen lässt“ von SWR-Redakteur Jörg Hommer für das ARD-Magazin plusminus deckt wettbewerbsfeindliche Praktiken der Online-Plattform auf. Mit Aussagen von Händlern und einer ehemaligen Amazon-Managerin erläutert die Doku eindrücklich, wie Händler und Hersteller unter Druck gesetzt werden: Mit stetig steigenden Gebühren und Kosten, immer höheren Margenforderungen an Hersteller, dem Entzug des „Kaufen“-Buttons und kostenpflichtigen Suchergebnisschaltungen – mit der Folge, dass Verbraucher durch versteckte Werbegebühren höhere Preise zahlen. Für diese gut recherchierte und verbrauchernah aufbereitete Enthüllungsgeschichte, die auf einen möglichen Missbrauch von Marktmacht hindeutet, wird der Beitrag von der Jury mit dem 3. Preis des Helmut Schmidt Journalistenpreises 2025 ausgezeichnet.